Vier Tage voll Schweiß und Vollblut - Kursbericht: Reken - Reiten im leichten Sitz; Galopptraining
Hallo Pferdeleute!
Erst einmal ganz lieben Dank für Euren Zuspruch, Eure lieben aufmunternden Worte und Euer Verständnis. Natürlich ist mir klar, dass es nach einer so langen Zeit der gefühlten Erfolge nicht so weitergehen konnte – es zu merken ist dann aber eben doch eine ganz andere Hausnummer . Spannend finde ich, dass ich in meinem Reitlernvorhaben eine ganze Menge mehr lerne, als „nur“ zu reiten: ich entdecke – wenngleich ich mich bisher für einen reflektierten und mich selbst gut kennenden Menschen gehalten habe - auch eine ganze Menge über mich selbst…
So, aber nun der versprochene Reken-Bericht…
Donnerstag...
Ich war gefrustet, schlecht drauf, ich fühlte mich einfach nicht wohl… So ungefähr verlief dann auch mein Einstand in den – ansonsten sehr nett verlaufenden, das nehme ich vorweg – Kurs: ich fand meine Kurskollegen nicht übermäßig sympathisch, unsere Ziele, das stellte ich schon in der Vorstellungsrunde fest, waren nicht zwingend deckungsgleich. Nach der ersten theoretischen Einführung wurden dann die Pferde zugeteilt. Wir gingen zur Weide und ich bekam ein mittelgroßes dunkelbraunes Tier mit trockenem Kopf zugeteilt. Na, denke ich, und suche nach einem Brand, das ist doch wohl nicht etwa…? Addi, so erfahre ich, ist ein Vollblut. Und zwar einer, der früher auf der Bahn gelaufen ist. Und so einen bekomme ich zum GALOPP-Training? Ich beruhige mich: wir sind in Reken, dem Mekka der (ängstlichen) Freizeitreiter und Späteinsteiger! Dieses Tier wird mehr als ruhig und gelassen sein – und schiebe alle Blüterfahrungen (besonders die, mit solchen, die „von der Bahn“ kommen) in die hinterste Ecke meines Hirns. Beim Herunterführen spricht die Reitlehrerin eine Teilnehmerin an, die angegeben hatte, erst im letzten Oktober mit dem Reiten angefangen zu haben: „Bitte erwarte nicht zu viel von Dir!“ Sie dreht sich um und spricht mir ins Gesicht: „Und das gilt auch für Dich!“ Ich fühle mich erkannt… *erröt*
Unterm Sattel ist Addi wirklich ein kleiner Schatz. Wir müssen vorreiten und unser „Können“ demonstrieren. Anschließend gibt es die erste Videoanalyse. Und die macht mich fertig! Zoom auf etwas, von dem ich dachte, es einigermaßen im Griff zu haben: meine im Rhythmus des Leichtrabens auf und nieder hopsenden Hände (das haben alle anderen auch, aber mich schockte das so sehr, weil ich daran so hart gearbeitet hatte). Nächster gnadenloser Zoom auf mein Bein. Stop: meine hochgezogene Ferse. Die Reitlehrerin spricht seufzend: Wenn du die wenigstens in die Waagerechte bekämst, aber DAS werden wir in vier Tagen wohl kaum schaffen. Das Video erinnert mich extrem an das von Splash im Januar…
Die nächste Reiteinheit steht nach der Mittagspause an: zuerst einmal bekommen wir alle einen Knoten in die Zügel gemacht, damit die Hand dort bleibt, wo sie hingehört und sich nicht wegbewegt. Wir gehen mit unserer Schulpferde-Untergruppe (vier Paare) in die kleine Ovalbahn: und los geht es nach einer Schrittrunde im Trab in den leichten Sitz. Ich gerate leicht in Seenot. *schwank* Was mich erschreckt ist, dass ich keine Puste an diesem Tag habe: ständig muss ich durchparieren und pausieren. Irgendwas stimmt nicht. Neidisch blicke ich zu den Leuten, die nebenan an der GHP an der Hand arbeiten...
Am Abend habe ich einen weiblichen Nervencrash (so was hatte ich eeewig nicht mehr): ich heule mir die Seele aus den Augen (kennt Ihr diese Szene aus „Harry und Sally“ in der Meg Ryan erfährt, dass ihr Ex heiratet und Billy Crystal sie trösten muss und sie dann… Also genau SO habe ich geheult): Auf dem Klo sitzend: NIE lerne ich das! Auf dem Bett sitzend: NIE, alles umsonst! Am Küchentisch: NIE schaffe ich das! Auf der Couch: NIE!
Über eine Stunde. Mein armer Mann… Der hat nach dieser Attacke leise gefragt, ob ich nicht nach meinen Reitstunden, bevor ich heim komme, erst einmal beim Therapeuten unten an der Ecke vorbeischauen könne…? Ein langes Gespräch mit Inaara (danke! ) hat zu meiner guten Laune wieder beigetragen und heute kann ich definitiv da auch wieder über mich lachen. Verbuche ich unter „Hormonelles“…
Freitag...
Ich fahre nach dem gestrigen Abend mit einer gewissen LMAA-Stimmung nach Reken. Der Morgen beginnt mit dem Abäppeln der Weide. Es gibt kein besseres Antidepressivum. Wir machen weiter mit einer Videoanalyse des letzten Rittes am Vortag. Dann geht es ans „Turnen“. Wir dehnen uns und wieder einmal wird mir meine Unbeweglichkeit bewusst. Am Stützbalken wird „Federn“ und am Sitzbalken „Sitzen“ geübt. Wir machen die Pferde reitfertig.
Die erste Reiteinheit des Tages findet für meine Gruppe wieder auf der kleinen Ovalbahn statt: zum leichten Sitz im Trab kommen nun ein- und freihändige Übungen dazu. Und wieder schwindet mir alle paar Minuten die Puste. Ich beginne mir ernstliche Gedanken um meinen Gesundheitszustand zu machen: ich bin mit Mitte Dreißig die deutlich Jüngste im Kurs, aber alle anderen sind fit wie Turnschuhe. Aber ich bin mehr in Balance.
Meine Mitreiter werden mir auch immer sympathischer.
In der Mittagspause fahre ich mit einer Kurskollegin nach Reken in eine Pizzeria: Kohlehydrate in Form von Penne tanken. Obwohl ich vollgefuttert bin hat mir genau das extrem gut getan. Den Nachmittag mit der ersten Galoppeinheit auf der großen Töltbahn überstehe ich mit etwas Freude und nur sehr wenig selbst eingelegten Pausen. Addi hat Spaß am Galoppieren: klar, dazu isser „gemacht“. Aber trotz Horsus Galoppus ReXX ist er ist kein „flach und wech“ (tm)... Vor dem Reiten hatte mich die nette junge Reitlehrerin etwas bei Seite genommen und gemeint, ich solle versuchen, weniger auf den Oberschenkeln zu sitzen und mal etwas weniger verbissen zu reiten – auch eine meiner alten Baustellen …
Am Abend sagt mir eine Freundin am Telefon etwas Ähnliches: Hab doch einfach mal Spaß dran!
Samstag...
Genau den habe ich an diesem Tag. Und was für einen!!!
Der Tagesablauf gleicht dem des Vortages: Video, Turnen, Reiten, Pause, Video, Reiten. Pferde versorgen und Wiese abäppeln.
Aber wir sind irre viel geritten!
Morgens: warmreiten, dann ab in den Spielepark. Zunächst die Böschungen (teilweise echt steil ) rauf und runter klettern. Alles im leichten Sitz natürlich. Runter bekomme ich immer etwas Muffe. Aber mein Addi (never change a winning team!) ist wie eine kleine Bergziege. Dann erklimmen wir den Billard. Erst im Schritt (da haben wir einmal zu wenig Schwung und Addi bleibt zögernd mit den Vorderbeinen auf der ersten Stufe stehen), dann im Trab. Eigentlich sollen wir im Schritt wieder runter kraxeln, aber Addi und ich können (erst unabsichtlich, dann gerne ) auch im Trab wieder runter. Ich muss aufpassen, dass ich bei seinen kleinen Hopsern nicht hinter seine Bewegungen komme. Weiter geht es ins „Loch“, dann durchs Wasser. Zum ersten Mal in meinem Leben bekomme ich eine Ahnung davon, weshalb Menschen Spaß am Springreiten (und sogar am Buschreiten – was ich bis dato für verrückt hielt!) haben können. Plötzlich kommt mir der Gedanke ans Springen gar nicht mehr sooo abwegig vor.
Der Vormittag ist noch nicht vorbei: weiter geht es in der großen Ovalbahn mit dem Galopptraining. Federn, federn, federn, federn! Das meist gehörte Wort in diesen Tagen. Und immer klar den äußeren Zügel dran haben! „HEY!“ schallt es durchs Megafon „den äußeren – ÄUßEREN – Zügel!!!“ Ich brauche keine Pause, meine Kondition ist (wieder) noch voll da. Ich könnte noch ne Stunde…
Am Nachmittag geht wieder in die kleine Töltbahn: Stangenarbeit im Trab. Zwei Stangen, drei, vier… Dann freihändig. Wieder habe ich einen irren Spaß. Und ich halte meine Balance. Aber das zeigt sich bei wirklich allen. Nach 45 min. geht es wieder in die große Ovalbahn. Zwischen zwei Pylonen sollen wir die Tritte verlängern und wieder verkürzen. Im Trab (Leichttraben) fällt mir das nicht schwer („Streeeeber!“ hallt es aus dem Megafon), aber im Galopp…? Verlängern ist gar kein Problem bei meinem kleinen Rennpferd. Da werden aus ursprünglich zehn Galoppsprüngen ganz unproblematisch auch neun oder gar acht, aber verkürzen? Nope. Keine Chance. Weiter runtergedrosselt bekomme ich Addi an diesem Tag nicht.
Aber ich bin rundum zufrieden. Wir saßen heute mindestens drei Stunden (zusammengerechnet) auf den Pferden. Ich hätte gefühlt noch eine Stunde können. Mindestens!
Sonntag...
Der Wettergott hat uns leider etwas verlassen… Es nieselt. Nicht allzu dolle, aber es nieselt. In meiner Regenreitjacke schwitze ich mich tot. Und so sitze ich trotz kühlerem Wetters doch wieder in T-Shirt und Weste auf Addi. Die Videoanalyse hat ergeben, dass ich besonders große Probleme habe, im leichten Sitz vom Galopp in den Trab durchzuparieren und Haltung zu bewahren – gleiches gilt für die Temporegulation im Galopp – da rutschen mir beim Aufrichten die Beine nach vorn und die Füße in die Bügel. Da jeder heute Morgen machen kann, was er möchte, nehmen wir uns dies als meinen Schwerpunkt. Mit einer 15 minütigen Pausenunterbrechung reiten wir gute 1,5 Stunden auf der großen Ovalbahn. Es ist deutlich spürbar, dass bei Menschen und Pferden die Luft raus ist. Ich mache auch zwischendurch schlapp. Macht aber nix…
Die Pferde werden versorgt, auf die Wiese gebracht und verabschiedet (Addi ist, glaube ich, froh, mich los zu sein ). Nach einer kurzen Mittagspause gibt es noch das Abschlussgespräch und unser „Jodeldiplom“ . Und schon sind vier Tage intensiven Reitens vorbei… Nett war’s. Nächstes Mal vielleicht der Cavaletti-Kurs?
Fazit: ich bin in dieser einen Woche genau so viel geritten wie in den letzten zweieinhalb Monaten zusammen: zwölf Zeitstunden, verteilt auf elf Reiteinheiten, verteilt auf sieben Tage. Leider sind dabei mehr Baustellen aufgedeckt als begradigt worden, aber das gehört eben einfach dazu. Und etwas Handwerkszeug zum Üben habe ich ja auch mitbekommen (ich sag nur „Federn, federn, federn…“). Ich bin müde, habe haufenweise dreckiges Reitzeugs zu waschen und die typische Reiterbräune: Gesicht und Arme ab T-Shirtärmelende bis zum Handschuhbeginn. Aber: ich habe KEINEN Muskelkater! Und zwei Kilo abgenommen habe ich auch!
Wie soll ich es jetzt nur wieder mit „nur einmal wöchentlich reiten“ aushalten?
Ich danke für Euer Auge und wünsche Euch einen wunderschönen Start in die Woche!
Liebe Grüße
Fidelma
Rückschläge...
Hallo zusammen,
der erste Teil meiner anstrengenden Reitwoche (ich hab Urlaub und beschlossen, diesen möglichst auf dem Pferd zu verbringen) liegt hiner mir und es wird Zeit für einen neuen Bericht.
Vorab: ich hab Frust...
Wieso schleichen sich alte Fehler, kaum werd ich allein aufs Pferd losgelassen in so rasantem Tempo wieder ein? 
Aber beginne ich von vorn...
Montag...
Am Montag (das gehört zwar eigentlich nicht wirklich in die "Fidelma lernt Reiten-Serie", aber ich nehm es dennoch mal mit hinein) war ich eingeladen, meine alte Reitbeteiligung Percy mal wieder zu reiten. Percy hatte ich vor gut 1,5 Jahren zu Gunsten meines Scheckenponies abgegeben. Er stand an einem anderen Stall und drei Pferde in RB (damals ritt ich Diana ja auch noch) waren mir zu viel. Außerdem war ich mit ihm (er war sechs und hatte noch allerhand Flausen im Kopf) komplett überfordert. Seine Besitzerin und ich pflegen nach wie vor einen guten Kontakt. Also, langer Rede kurzer Sinn: ich sollte mal sehen, wie sehr er sich verändert hatte.
Das tat ich und muss zugeben, dass ich ihn - verglichen mit damals - wirklich klasse fand. Man merkte ihm an, dass er mittlerweile ordentlich geritten ist. Ich hatte allerdings schon beim Reiten irre Schwierigkeiten, zu sitzen. Seine Besitzerin sprach mich an und meinte: "Sag mal, kann es sein, dass der neue Sattel zu klein für Dich ist...?" Ja. Und wie... Beim Leichttraben rutschte ich mit den Knien immer wieder über die Pausche (aua!) und ich kam nur selten richtig zum Sitzen. Beim Betrachten der Bilder war ich dann total entsetzt:

Stuhlsitz! Mein Kopf! Mein Bein!

Und meine Hände!!!
Dennoch hatte ich am Ende ein zufrieden abschnaubendes Tier unter mir... Wenigstens. Percy Besitzerin meinte nur lapidar: "Mit Deinem Reiten war ich doch immer zufrieden, aber was sagste zum Pferd???"
Dienstag...
Am Dienstag fuhr ich dann in der Früh wieder ins Münsterland in meine Reitschule. Dort angekommen teilte man mir "Lorenzo" zu. Lorenzo ist wunderschön! Als ich mir im letzten Sommer den Stall angesehen hatte war er das Pferd, das mir als erstes ins Auge gefallen war: obwohl nicht sooo groß (meine Relationen ändern sich wieder, seit ich fast nur noch auf Warmblütern sitze ) ist er doch ein propper Kerlchen. Ein ziemlicher Muskelprotz mit Lausejungengesicht in dunkler Kohlfuchsjacke ohne irgendwelche Abzeichen. *schmilz* Ich hatte ihn schon unterm Sattel gesehen und damit auch wahrgenommen, dass er ein gutes Pferd ist. Und ihn durfte ich also reiten.
Ich freute mich - Lorenzo fand's doof: er lag nämlich noch in seiner Box und machte auch nach deren Öffnen nicht das leiseste Anzeichen, aufzustehen. Ich sprach leise mit ihm, er linste mich müde an und ich beschloss, erst einmal das ganze Reitzeugs zu holen. Zurück lag das müde Tier noch immer. Auch als ich ihm das Halfter (gaaaanz vorsichtig, nicht erschrecken!) anzog -> Lorenzo lag... Komisch! 
Lorenzo macht einen gaaanz tiefen Pferdeseufzer ("Och nöööööö!") und vergräbt den behalfterten Kopf unterm Heu. Darunter seh ich ihn selbiges mümmeln. Das doch nicht normal für ein Pferd! Der muss krank sein!
Ich rufe die nächstbeste Stallfrau und sie spricht ein ernstes Wort mit dem Pferd: langsam, etwas knatschig steht er auf und folgt mir aus der Box. Der hatte einfach wirklich keine Lust!
Lorenzo ist das erste "unartige" Pferd am Stall (relativ gesehen, alle anderen stehen am Strick ja wie Statuen): einmal aus der Box heraus isser nämlich ganz schön munter: er zuppelt hier an mir herum, fragt, ob er mich nicht doch zur Seite schieben kann (Nein!!!) zeigt mir die schönsten Putzstellen mit einem woooohligen Pferdegesicht und hingehaltenen Körperstellen ("Daaaa! Jaaaa! Daaaaa!") und will eigentlich auf den Arm und nur schmusen: so ein alter Charmebolzen. *schmilz*
Irgendwann landen wir dann auch in der Halle. Ihn zu reiten ist für mich wirklich nicht leicht, obwohl er leichtrittig ist. Ich komme wieder hinten und vorne mit seinem Dressursattel nicht klar. Ich stelle mir die Bügel länger und kürzer und länger und kürzer und länger und kürzer. Ich rutsch nach hinten und vorne, zur Seite und zurück: ich finde keine ordentliche Sitzposition. Dieser Sattel ist nicht zu klein für dicke Fidelmapopos, aber das Sattelblatt ist für lange Beine gemacht - und die hab ich definitiv nicht. Lorenzo verkriecht sich hinterm Zügel und ich werde (zu Recht!) angemosert, zu dolle in selbigen zu hängen. "Deine Hände! Du wirkst die ganze Zeit nur rückwärts ein!!!" *seufz* Ich merke es, krieg es aber nicht abgestellt. Was ich auch tu, ich mache das arme Pferd, das mehr piaffiert als trabt, nur hibbelig. So ein Mist. Lorenzo entzieht sich pfiffig, indem er sich aufrollt. Was soll er auch anders tun?
Heute will es einfach nicht funktionieren.
Mein Lieblingsreitlehrer unterrichtet grad an der Longe und wirft mir leicht missbilligende Blicke zu. Die Reitlehrerin vom Pferde aus, versucht, mic zu korrigieren. Alles ohne Erfolg.
Mich deucht, Lorenzo werde ich nicht so schnell wieder reiten dürfen...
Mittwoch...
Gestern kam meine alte Reitlehrerin mit mir zur Reitstunde ins Münsterland. Sie wollte sich dort nach Verkaufspferden umsehen und gleichzeitg mal nach meinen Fortschritten gucken. Viel zu bieten hatte ich ihr heute leider auch nicht...
Mir wird wieder mein Wechsel fliegendes Stütchen Atlanta zugeteilt. Da ich Atlanta wirklich mag, freue ich mich. Nach ausgiebiger Pferdehygiene schwinge ich mich in den Sattel und die Stallcheffrau meint nach ein paar Runden: "Mensch, Birte, die Atlanta steht Dir aber gut!" Finde ich irgendwie auch. Obwohl sie so ein kleines und relativ zartes Mäuschen ist. Ich solle nur die Zügel etwas mehr aufnehmen und meine Hände zu Fäusten geschlossen halten (warum fällt mir das plötzlich so schwer? )
Was mich total irritiert ist, dass plötzlich alle Reitlehrer aus der Bahn verschwunden sind... Höh?
Ich bin alleine - die ganze Stunde lang.
Also, drei Lehrer sind zu zwei zu viel, aber keiner ist einer zu wenig...
Dennoch finde ich das nicht schlimm, denn nach dem gestrigen Debakel möchte ich ganz gern für mich ein paar Dinge ausprobieren und mich mal wieder voll auf meinen Sitz konzentrieren. Bei Atlante komme ich zum Sitzen: das merke ich, denn meine "Sitzhöcker" und der Sattel wünschen sich immer wieder einen guten Tag. Dennoch bekomme ich Atlanta nicht ansatzweise so geritten, wie beim letzten Mal. Sie läuft fleißig und brav... auf der Vorhand. Beim in den Spiegel gucken habe ich immer das Gefühl, alles ist ok, nachfolgende Fotos belegen etwas anderes:

(im Galopp - die Hände )

(mal ohne Bügel - wo weht das Bein denn hin?)

(ganz kurz vor Schluss - ich bin total geschafft und habe keine Kraft mehr - langer Zügel, leichttraben - wenigstens schnaubt sie)
Meine "alte" Reitlehreri sieht mir etwas unglücklich zu. Sie kann natürlich nicht ganz an sich halten und zischt mir das eine oder andere zu. Langes Bein - laaaanges Bein - hochgezogene Ferse bringt Pferd auf den Kopf - wie auch meine runter hängende Rübe. Von ihr bekomme ich die Hausaufgabe, täglich zu Hause "Hacke -Spitze-Hacke-Spitze-hoch-das-Bein" zu turnen.
Schwer getroffen, auch wenn ich mit der Wahrheit an sich leben kann (erkenne ich sie doch auch) hat mich dann gestern abend die Aussage einer (an sich) lieben Bekannten, die mich lange (sehr lange) nicht hat reiten sehen): Birte, neben den sichtbaren Reitfehlern - manmanman - auf dem Pferd sieht man aber, wie sehr Du wieder zugenommen hast - das muss aber wieder runter... Ich habe den Abend dann mit meiner Flasche Bier verbracht...
So, das war der erste Teil. in 20 Minuten breche ich dann zum nächsten auf: es geht nach Reken -> Sitztraining "leichter Sitz", vier Tage lang. Ich hab ein kleines Bisschen Angst... (vor den Schmerzen!)
Ich melde mich!
Euch allen einen schönen Feiertag!
Fidelma
Lesson 8: Wechselhaftes
Hi Folks,
Ihr meint, die Sonne scheint? Ha! Seit Freitagabend trage ich, zumindest in meiner näheren Umgebung, zu der "erhellten" Situation bei: ich strahle seither, wenn ich ans Reiten denke, wie ein Honigkuchenpferd! So 'nen Smiley gibt es gar nicht, der meinen Gesichtsausdruck widerspiegeln könnte.
Aber beginne ich von vorn.
Freitag zum späten Nachmittag machte ich mich also wieder auf in die Münsterländer Baumberge (ja, die Region gibt es wirklich: Hügel im Münsterland - "meine" Reitschule liegt auf einer Kuppe eines solchen und man hat einen sehr schönen Fernblick). Das ist zu dieser Jahreszeit sooo schön da! Ich merke schon an der Natur, dass ich jetzt schon eine ganze Weile nicht dort gewesen bin.
Die Sonne strahlt mit dem blauen Himmel um die Wette und sticht ganz schön. Hätte ich jetzt mein Pony noch würde ich zugegebenermaßen alles tun: nur nicht in den Unterricht gehen! Mir stand der Sinn deutlich mehr nach "am langen Zügel durchs Gelände schlurfen".
In der Reitschule angekommen sehe ich, dass mein Name neben dem von Amadeus stand, aber wieder durchgestrichen ist. Also, keine luftigen Höhen heute? Amadeus muss auch gerade arbeiten, wie ich mit einem Blick in die Halle sehe. Ein Mann meines Alters bekommt grad eine Einzelstunde auf ihm. Ich glaube, reiterlich stehen wir uns nichts nach. Bin ich also nicht die Einzige auf dem "Und JETZT lern ich's Reiten-Trip". Wir grinsen uns im gegenseitigen Verstehen an.
Unten auf der Liste steht mein Name noch einmal neben dem von Atlanta. Atlanta kenne ich vom Nasestreicheln und zur Seite schieben - sie teilt sich die Laufbox mit Silvester.
Kleiner Exkurs: Ich persönlich habe immer den Eindruck, dass der Name Atlanta, besonders in der Kombination mit Stute und Fuchs, in nahezu jedem Reitstall zu finden ist. Fuchsstuten namens Antlanta sind irgendwie inflationär, oder?
Atlanta ist nett. Ich mag Füchse ja eh und sie scheint auch ein nettes Wesen zu haben. Eine ganze Weile widme ich mich der Pferdehygiene. So lange, dass ich fast zu spät in die Bahn komme.
Ich muss mich ja noch bei Euch bedanken: bewaffnet mit vielen guten Vorsätzen und dem, was ich auch von Euch mit auf den Weg bekommen habe, setze ich mich aufs Stütchen. Ich hab ja keine Ahnung, was man heute mit mir vor hat und welche Idee hinter dieser Stunde steht: ich jedenfalls plante, es grundsätzlich ruhig angehen zu lassen und ganz besonders noch einmal meine im Video blosgelegten Baustellen zu bearbeiten. Quasi um korrekte Bewegungsabläufe einzuüben und mich darin einzufühlen. Konzentriert, aber alles easy going. Ich bin doch seehr (bewegungs-) müde...
Die Bügel hatte ich mir auch bewusst mal ein Loch kürzer geschnallt, was sich erst ziemlich kurz anfühlt, beim Hinsehen aber irgendwie richtiger aussieht. Trotzdem feder ich noch nicht genug mit der Ferse nach unten. Mist!
In der Bahn sind außer mir noch die Kamikazeponies von letztens. Die sind aber diesmal gar nicht so kamikazemäßig drauf - vielleicht liegt es auch daran, dass ich hoch gucke und sie rechtzeitig sehe? Die einzige Beinhahe-Karambolage verursache diesmal auch wirklich nicht ich! Ha!
Es dauert ziemlich lange, bis ich einigermaßen locker bin. Beim ersten Galoppieren habe ich das Gefühl, dem armen Stütchen noch arg in den Rücken zu fallen. Aber es wird besser.
Der Juniorchef unterrichtet heute und korrigiert wieder nur hier und da. Grundsätzlich lobt er mich aber, dass ich fast rot werde: "Mensch Birte, da hat sich aber sitzmäßig unheimlich viel getan! Sehr gut so!" Ich freu mich.
Atlanta ist schön zu reiten. Sie gibt mir immer Feedback, wenn ich etwas richtig gemacht habe - genauso, wenn ich etwas falsch mache. Bei ihr merke ich sofort, wenn das Zusammenspiel der Hilfen funktioniert - sie gibt sich dann sehr schön her. Sie entzieht sich aber genauso schnell wieder, wenn ich wieder unharmonischer werde. Sehr schön, zu lernen. Danke, liebes Füchschen.
Wieder werde ich gelobt und dann sagt der Mann in Reitstiefeln in der Mitte etwas, was mich innerlich zusammenbrechen lässt: "Sehr schön Birte, aber nun müssen wir zusehen, dass das Ganze auch noch anmutig aussieht...!"
ANMUT ist so ziemlich das letzte Wort, das mir im Zusammenhang mit "Birte auf Pferd" einfällt. Eigentlich generell im Zusammenhang mit mir. Klops auf Pferd ist einfach nicht anmutig. Anmut haben vielleicht die zwanzigjährigen Amazonen in Konfektionsgröße 34, die schon als Fünfjährige Ballettunterricht hatten. Aber ich? Hätte er gesagt, es solle "leichter, unangestrengter" werden (ich denke, das meinte er) - ich hatte mich nicht so beömmelt. Aber anmutig? Was tut Ihr denn, wenn Euch jemand sagt "Sei anmutig!" - häh? Die eindeutig komplexeste Anweisung meines gesamten reiterlichen Lebens...
Nach einer Weile ruft er mich wieder zu sich und meint: "Nu trau Dich auch mal was! Die einfachen Sachen kannste doch nu!" (Eeecht? Hm, ich denke, es muss doch auch vom Einfachen zum Schweren gehen, oder? Lieber kleine Schritte? ) Aber wenn der Chef es so möchte, tu ich das natürlich. Ich soll Schritt-Galopp-Übergänge reiten. Erst einmal aus der Ecke, dann an der kurzen Seite. Klappt prima. Wir gehen einen Schritt weiter.
"So, nun sieh mal zu, dass Du sie etwas mehr auf den Hintern gesetzt bekommst - jaaa, mehr mit dem Kreuz - genau soooo!" (Huch! Das bekommt ja auf einmal eine ganz andere Qualität! ) "Und nun wechsel mal durch die ganze Bahn und kurz vorm Wechselpunkt sitzt und stellst Du um und lässt sie wechseln!"
Büdde, ich soll was? Ich soll doch bestimmt durchparieren und dann wieder langsam auf der neuen Hand angaloppieren? Nö, einfacher fliegender Wechsel steht auf dem Programm. Das hat mir noch nie ein Reitlehrer zugetraut zu tun!
Im Trab kann ich mittlerweile auch in der großen Halle die Bahnpunkte einigermaßen treffen, aber der erste Versuch im Galopp scheitert großartig. Nach einem Dreiviertel der Strecke (das ist aber auch lang!) bricht mir Atlanta komplett nach links aus. Ich krieg sie nicht gehalten. Inneres Bein und äußerer Zügel - weg sind sie... *hinterherwink* Ich muss lachen, reite eine Volte und bekomme das Stütchen wieder eingefangen. Alle Systeme werden auf Reboot gestellt. Ich galoppiere wieder an und bekomme diesmal die Ansage es erst einmal mit einem Wechsel durch die halbe Bahn zu versuchen. Das geht irgendwie, aber gut noch nicht (wobei der Lehrer mich aber lobt). Wieder durch die ganze Bahn gewechselt uuund *Tusch* - ich halte die Stute auf der ganzen Strecke, ich sitze und stelle um und es ist sooo deutlich für mich, dass sie reagiert und umspringt. Zum allerersten Mal ever entfleucht meinem Mund ein laut und kurz gebrülltes "JA!" während einer Reitstunde.
Ich soll das Ganze noch zwei Mal wiederholen, aber es wäre ganz gewaltig auf die Kacke gehauen, wenn ich behauptete, ich würde das richtig machen. Atlanta weiß einfach zu genau, was ich vor habe und springt auch ganz von alleine um, bevor ich da auch noch dran denke. Das Lob stecke ich mir zwar ein, gebe es aber an Atlanta heimlich weiter.
Und dann ist sie auch schon beendet, die Stunde. Ich reite trocken. Der Reitlehrer muss weg zum Vielseitgkeitstraining und bittet mich noch, Atlanta etwas abzuspritzen. Das mache ich natürlich gern.
Mal wieder entdecke ich eine neue Ecke der Anlage: den Waschplatz und das Solarium. Hui! Wie gepflegt und was für'n Hightech-Zeugs! Atlanta findet abgespritzt werden ziemlich spektakulär - Wasser scheint nicht so ihr Ding zu sein - aber sie hält sich tapfer.
Nach dem Abspritzen und Abflitschen gehe ich mit ihr raus in die Sonne spazieren. Das mag das Stütchen gern. Ein Fenster des Wohnhauses öffnet sich und die Frau meines Reitlehrers guckt raus: "Na, Birte - bei Dir möchte man ja gern Pferd sein..." (Jo, da hättst es nicht schlecht bei mir... Also, ich kenn das nicht anders, dass man nach dem Abspritzen erst einmal läuft, bis das Tier so weit getrocknet ist, aber ich habe am Freitag abend dann erfahren, dass mein Heimatstall auch der "Hof der lebenden Führmaschinen" genannt wird... )
Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile und ich berichte ihr von meiner Begeisterung und den Dingen, mit denen ich reiterlich so kämpfe. "Jaja" zitiert sie Klimke "Ein Leben reicht einfach nicht, um reiten zu lernen..."
Trotzdem bin ich glücklich über meine Fortschritte und fahre beseelt nach Hause (wo ich meine halbe Handytelefonliste durchtelefoniere und immer nur in den Hörer brülle: "Er hat mich Wechsel reiten lassen!"). So einfach kann es sein (wie clever und geschäftstüchtig und motivierend! ), eine Birte glücklich zu machen...
Übrigens, was mich am Rande zusätzlich noch freute, war mitzubekommen, wie die Pferde für die Nacht weidefein gemacht wurden. Sie stehen also nicht nur in Laufboxen, die kommen auch raus. Prima.
Nächste Reitstunde ist leider erst wieder übernächste Woche. Aber da ich dann Urlaub habe, wohl gleich mehrfach. Vielleicht auch wieder an der Longe...
So, und nun werde ich mich in die Sonne stürzen und den Pfingstrest genießen. Euch auch einen schönen Tag!
Liebe Grüße
Fidelma
Lasst Bilder sprechen...
Hallo zusammen,
Reitunterricht war seit dem letzten Bericht nicht - erst ging es zeitlich nicht, dann war ich krank - eigentlich hatte ich seitdem nicht mehr auf einem Pferd gesessen...
Gestern hat mir die liebe Nadine dann ihren Lillebror angeboten.
Ihr habt ja soooo nach Bildern geschrien und ich habe mich arg geziert... Nun hatte ich zu Beginn des Jahres (als die Welt noch voll vom Schecken war) entschieden, ein Videotagebuch zu gestalten, um reiterliche Fortschritte dieses Jahres (auf die ich hoffte) fest zu halten. Die Kamera lag seit Februar hier herum - gestern hatte ich sie mitgenommen und auch eine Kamerafrau gefunden.
Ach...
Seht einfach selbst: Fidelma lernt reiten
Achtung: Es gibt kein schönes Gereite zu sehen! Neineinein! Ich bin immer noch deutlich unglücklich über das, was ich da (auch aktuell) noch sehe [1]. Aber ich finde, dass es doch eine kleine Verbesserung zu sehen gibt.
Also: schießt mich ab - ich gebe das Feuer frei...
Schönen Sonntag Euch,
Fidelma
[1] Ich habe immer noch eine deutlich unruhige Hand, ich zieh mein Bein ja immer noch hoch (!), ich hab mindestens 15kg zu viel auf den Rippen, ich treibe gaaaaaanz komisch im Leichttraben usw. ...
Dieser Kater...
Hallo Ihrs,
heute möchte ich Euch etwas von Moses erzählen.
Moses ist mein Kater, der im Sommer 2001 von einer lieben Bekannten zusammen mit drei Geschwistern in der Müllpresse des (damals) örtlichen Walmarts gefunden wurde (echt wahr ). Er war damals so knapp drei Wochen alt.
Ich habe Moses teilweise noch mit der Flasche groß gezogen und er hängt an mir wie eine Klette (ich selbst, das muss ich der Schilderung vorweg nehmen, hänge auch wie Bolle an ihm - er ist halt mein Herzenstier...).
Leider muss man es deutlich sagen: Moses ist strunzdumm... Dem guckt die Blödheit echt aus den Augen. Während seine Partnerin Emma (gleiches Alter, damals sehr scheu als Katzengesellschaft aus dem TH zu uns genommen - sie lieben sich!) über ein katzenperspektivisch ausgesprochen hohes Maß an Intelligenz verfügt (was ihn leider immer noch langsamer wirken lässt...). Emma hat sich meinen Liebsten als ihren Herzensmenschen ausgesucht. So herrscht hier wenigstens diesbezüglich eine gewisse Ausgewogenheit.
Moses Leben besteht aus vier für ihn einzig relevanten Konstanten: Birte, Fressen, Schlafen und Angst vorm Staubsauger... Die Gewichtung hängt von seinem jeweiligen Gemütszustand und der ensprechenden Verfügbarkeit ab.
Für Fressen bin ich zuständig. Und das setzt Moses auch massiv durch. Besonders dann, wenn ich noch zu schlafen gedenke...
Moses hat sich verschiedene Strategien ausgedacht, um seinem Anliegen "Gehör" zu verschaffen.
Variante A) Man räume den Nachttisch ab...
Folgt keine Reaktion meinerseits greift er zu Plan B:
Ausräumen des nahestehenden Billy-Regals. Buch für Buch...
So etwas hielt ich immer für nervig aber ignorierenswert.
Irgendwann trat Plan C in Kraft: ich hörte ein zuerst leises, dann immer lauter werdendes "Krzzzz, krzzzz!"
Mit einem halb geöffneten Auge musste ich beobachten, dass das Katertier, mit einer Kralle (!) über die Seiten der nun auf dem Boden liegenden, aufgeschlagenen Bücher kratzte. DAS erforderte natürlich ein Eingreifen. Das Tier hatte gewonnen: an dieser Stelle musste ich reagieren!
Im verzweifelten Versuch, dem Einhalt zu gebieten, wurden alle wertvollen Bücher außerhalb der Katerreichweite deponiert. Soll er mit dem "kleinen Stowasser" doch anstellen, was er will.
Also durchdachte (laaaangsam) Moses seine Pläne und entwarf einen neuen, der sich nun folgendermaßen äußerte: er kletterte (springen ist für seine Körperfülle zu viel gesagt) auf den für ihn am höchsten zu erreichenden Punkt und sprang mir dann "rumms" (sechs Kilo!) voll auf den Bauch!
Hier half nur noch Notwehr: ich stellte (Sonntags in der früh) einfach den Staubsauger vors Bett. Wir hatten für STUNDEN Ruhe...
Ich weiß, das ist echt nicht nett, aber wie heißt es so schön: der Zweck heiligt die Mittel.
Dazu muss ich sagen, dass Moses diese Randale auch bei noch vollen Näpfen veranstaltet. Das ist für ihn einfach eine Frage des Prinzips.
In der vergangenen Woche hat er sich dann etwas Neues ausgedacht, das ich so süß fand, dass ich letztlich reagierte:
Phase A verlief nach altem Muster "Regal ausräumen" - keine Reaktion.
Phase B leutete etwas Neues ein: Herr Kater setzte sich neben meinen Kopf und schnurrte sich die Seele aus dem Leib. Direkt neben meinem Ohr. Zur Verstärkung hatte er sich Emma (ebenfalls schnurrend, was sie sehr selten tut) geholt. Das wirkte zugegebenermaßen auf mich eher einschläfernd...
In Pase C fing er an, mit meinem Kopf zu köpfeln. *hach*
Aufstehen wollte ich aber immer noch nicht.
In Phase D überraschte er mich dann aber wirklich: er fing an, mit seinen Vorderpfoten, ohne Krallen, sanft, aber nachdrücklich (!) auf meinem Kopf herum zu trommeln!
"STEH ENDLICH AUF!"
Das war so neu und so nett, dass ich mich lachend aus dem Bett schwang (um sechs, bis sieben hätte ich selig schlummern dürfen).
An dem Morgen hatte er sogar zu Recht Hunger: der Napf war leer...
Dieses Katertier... Ich hoffe er bleibt uns noch seeehr lange erhalten und frage mich, welche Kommuninkationswege er sich demnächst (immer mit der Ruhe...) einfallen lassen mag.
Liebe Grüße und Euch ein schönes Wochenende,
Birte
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