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Katzentheater - ein Lustspiel in fünf Akten
Katzentheater - ein Lustspiel in fünf Akten
Prolog
Wie der Eine oder Andere vielleicht mitbekommen hat, ziehen wir um. Soll heißen: wir sind bereits umgezogen. In mein Elternhaus. Meine Mutter wohnt nun nur noch unten, wir haben umgebaut und bewohnen die obere Etage. Mein Mann, Moses und Emma (kätzischer Familienanhang) und naja, ich auch. Das Ganze ist (immer noch) ein sukkzessiver Prozess: seit Wochen wird die eine Wohung renoviert, es werden Möbel aufgebaut und in der anderen Wohnung abgebaut und entrümpelt. Nirgends mehr richtig zu Hause, überall Baustelle. Aber es wird...
Neben dem Hauptspielplatz unseres eigenen Umzugs, haben wir natrlich noch ein nebenher laufendes kleines Lustspiel. Und hier die Protagonisten:
Moses
. ..kam im Sommer 2001 als Winzling zu mir (Wegwerfprodukt, welches ich mit der Flasche grogezogen habe und heiß und innig liebe). Er entwickelte sich, nun ja, ich sag mal, im Rahmen seiner Möglichkeiten (also, man muss es so formulieren: Moses wurde dick, dumm, faul, gefräßig und hasste jegliches Fremde). Um Moses hatte ich immer etwas Angst: ihn irgendwann in die große Welt raus zu lassen? Der kommt ja kaum auf 60m² klar...
Emma
... ebenfalls 2001 geboren, zog ein knappes Jahr - in welchem sie im Tierheim aufwuchs - nach Moses bei uns ein. Wir hatten immer das Gefühl, dass ihre Lebenssituation (Wohnungskatze zusammen mit dem liebenswerten aber tumben Moses) sie unterfordere: Emma ist hochsensibel, sehr intelligent, spielfreudig, aber leider sehr, sehr scheu (nur nicht meinem Mann gegenüber, den liebt sie wirklich sehr, ich bin akzeptiert). Für Emma wünschten wir uns immer "mehr". Mehr Freiheit, mehr Anreize, mehr Katzenabenteuer...
Herta
... Baujahr 2002 - ist die Katze meiner Mutter: das unbedarfteste Katzentier, das ich jemals kennenlernen durfte... Herta ist freundlich, verschmust, aufgeschlossen. Eine Traumkatze. Aber andere Katzen? Die findet sie überflüssig. Herta lebt seit Mai letzten Jahres in diesem Haus. Und es ist ganz klar IHR Haus, IHR Klo, IHR Kratzbaum, IHR Garten...
Au weia... Was DAS wohl geben wird? Unsere Theorie: Emma, als durch und durch sozial orientierte Katze (was andere Katzen angeht) und Herta werden sich sicherlich schnell vertragen und mögen. Herta ist ja eher devot veranlagt und Emma auch. Das sollte passen. Herta und Moses? Au weh... Unser Kater, der in seinem Leben noch keine andere Katze auer Emma sah und mit der das nur so gut klappt, weil Emma eben Emma ist...? Unsere sollen ja nun auch oben leben und Herta weiter unten. Oder haben wir am Ende drei Katzen und meine Mutter keine? Oder meine Mutter drei und wir nicht mehr? Oder wird eine der Katzen (insbesondere Herta) sofort das Weite suchen und beschließen, zu einem netten Nachbarn umzuziehen? Fragen über Fragen, von der wir wussten: nur die Zeit kann sie beantworten.
1. Akt - Der Umzug
Der Tag des Katzenumzugs brach an, als die alte Wohnung mehr Baustelle war, als die neue. Wenn auch diese noch nicht komplett fertig gestellt war. Wir wussten, dass auch nachfolgende Weiterbaumanahmen mit großem Getöse die Katzen stressen wrde, aber das wäre in der alten Wohnung nicht anders gewesen. Vor zweieinhalb Wochen war es so weit. An einem Sonntagabend wurden Moses und Emma eingetütet und aus den vertrauten 60m² gerissen, die ihnen ihr Leben lang als Heim dienten. Unter großem Geschrei und Geheule...  Und ausdrücklichem Protest!
Angekommen im neuen Heim bleibt Emma in ihrem Kennel hocken. Und hocken. Und hocken. Erst weint sie noch, dann wird es still. Rauskommen mag sie nicht. Moses hingegen streckt nach fünf Minuten die Nase raus und macht die ersten mutigen Schritte. Geduckt, aber neugierig. Na sowas...  Nach gefühlten sieben Stunden witscht auch Emma raus. Und sofort ab hinter die Couch, die wir vorausahnend ein Stückchen vorgezogen hatten. Wir setzen uns drauf und machen - Normalität simulierend - den Fernseher an. Moses findet das Katzenfutter und das Klo und - yippieh - den Kratzbaum, den er ordentlich einweiht. Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Moses kommt mit. Emma bleibt hinter der Couch.
2. Akt - Die ersten Tage, die erste Begegnung
Moses ist sowas von neugierig. Wir sind ganz baff. Schon am nächsten Tag duckt er sich nur noch selten. Er agiert nach dem Motto "Wo Ihr seid, kann es nicht so schlimm sein..." Sind wir weg, verkriecht er sich. Emma bleibt weiterhin hinter der Couch. In den frühen Morgenstunden der ersten Nacht hören wir sie fressen und das Klo nutzen. Wir atmen auf. Ansonsten bleibt es wie gehabt. Manchmal wimmert sie etwas. Wir haben Mitleid.
Herta tut so, als sei gar nichts. Sie heuchelt absolutes Desinteresse an den Vorgängen im oberen Stockwerk. Nur manchmal guckt sie leise um die Ecke.
Am Abend scheuche ich Emma beherzt hinter der Couch hervor. Ich muss jene wieder an die Wand schieben, die Kisten schleppen sich so schlecht durch den Raum, wenn man ständig gegen den Tisch rennt. Emma beschließt, die Deckung fürs Erste aufzugeben und untersucht - wie Moses - auch in unserem Beisein die neuen Gegebenheiten. Sie findet es doof hier. Wir haben ihr ein neues kleines Rückzugsrefugium im Schlafzimmer hingestellt. Nachdem sie es entdeckt hat, nimmt sie es dankbar an. Fressen und Klo sind ok, ansonsten bleibt sie dort.
Herta beschließt, doch mal gucken zu gehen und in einem unbeobachteten Moment schleicht sie in unser Schlafzimmer ... und trifft auf Moses, der friedlich vor sich hin döst. Herta angesichtig, reagiert er panisch:
Ja, nun, woher soll er DAS denn bitte wissen?
Moses versteckt sich ganz schnell unter der Bettdecke... Und Herta guckt mich an und meint: "Wo kommt DER denn her? Was war DAS denn?" Und zieht entspannt wieder von dannen...
In der Nacht hören wir ein infernalisches Katzengebrüll aus dem Hausflur. Alle Zweibeiner stehen senkrecht in ihren Betten und sind blitzschnell vor Ort. Es sind Emma und Herta, die sich auf der Treppe unfassbar anzicken. Richtiger Weiberterror. Emma fitscht wieder nach oben und Herta zu meiner Mutter. Seither ist für Emma klar: "Da geh ich nicht mehr hin!" und Herta setzt keinen Fuß mehr in unsere Wohung. Ok, DAS hatten wir uns anders vorgestellt, aber immerhin ist es geklärt.  Und Herta scheint zum ersten Mal in ihrem Leben das Hochgefühl von "Isch bin der Cheeeef!!!" zu erleben. Allerdings fragt sie auch: "Sag mal, ist da oben ein Nest? Wo kommen die denn alle her? Sind da NOCH mehr? Herrjeee... Ich hatte ein wunderbares Leben als Einzelkatze und nun DAS..."
Am nächsten Tag ist Herta ein paar Stunden verschwunden und wir machen uns ernsthafte Sorgen um sie. Aber sie kommt wieder, alles gut!
Ich liege am Folgetag in der Wanne und lese Leyhausens "Katzenseele".
3. Akt - Moses bunte neue Welt
Emma bleibt für nahezu zwei Wochen unsichtbar. Wir bekommen wohl mit, dass sie frisst und die Toilette nutzt (nur, wenn sie uns schlafend wähnt), aber sonst? Nix, nada. Wir vermuten, sie schreibt ein Gefangenentagebuch: "Tag 7 meiner Verschleppung. Ich will NACH HAUSE!" Oder so...
Moses hingegen blüht schlicht auf. Er ist total auf mich fixiert (ok, das war er schon immer...) und handelt nach dem Motto "Dein Heim sei mein Heim - wo Du hingehst, da will auch ich sein..." und folgt mir überall hin. Natürlich auch in die mütterliche Wohnung. Erst hatte ich die Tür dahin zu gemacht, aber dann saß er jedes Mal laut weinend davor "Ich bin alleeeeiiiiiiin... Lass mich reiiiiiiin!" Er ist für Moses Verhältnisse unglaublich neugierig und agil.
Moses und Herta begegnen sich nun häufiger und mein Leben bekommt einen neuen Soundtrack: "Grrrrrrrrrrrr" (ganz tief grollend aus dem Katzeninneren) und ein fauchiges "Cccchhhhh" Da tun sich beide nix, aber sie tun sich auch nichts. Sie greifen sich nicht an, sagen sich aber unmissverständlich, dass sie einander doof finden. Irgendwann ist Herta das Ganze aber etwas zu blöd. Moses bleibt der Aggressor, aber meist ignoriert sie ihn. Sie haben anscheinend ein Agreement getroffen: ist Herta draußen im Garten, darf Moses rein. Sonst, naja, nur unter argwöhnischer Duldung. Aber immerhin haben sie es schon geschafft, eine halbe Stunde nebeneinander in 1,5m Abstand zu liegen, ohne einen Mucks zu machen oder wahnsinnig angespannt zu sein.
Moses hat ungeheuer viel zu erledigen. Treppe rauf, Treppe runter. Hier schnüffeln, da untersuchen, hier gucken, dort staunen. Und er ist total aufgeschlossen. Irgendwann springt er neben meiner Mutter auf die Couch, was jener in diesem Moment gar nicht passt und sie schiebt ihn kurzerhand zur Seite. Moses, mein Moses!, der immer jedem fremden Menschen deutlich klar gemacht hat, dass er ihn nicht mag ("Kommst Du mir näher, mach ich Dich kalt!"  ) lässt es anstandslos über sich ergehen, während ich hysterisch loskreische "FASS IHN NICHT AN!!!" Ich sehe blutende Mutterhände, dabei passiert rein gar nix. Ihren Rollator findet er unheimlich, der erinnert wohl zu dolle an den Staubsauger, aber sonst ist sie aus mosischer Perspektive ohne einen bösen Blick in den Clan aufgenommen.
Vorgestern Abend sitzen mein Mann und ich auf der Couch und sagen, beide auf das Katertier blickend und wie aus einem Munde: "Der hat ja abgenommen!"  Moses ist in den letzten zwei Wochen deutlich schlanker geworden, dabei hat sich das Futterangebot nicht geändert, aber wer sich mehr bewegt und neue Hobbies hat... Außerdem scheint sich sein Leben endlich um andere Dinge, als ums Futter zu drehen. Hertas Futter - sie bekommen alle das Gleiche - rührt er übrigens nicht an. Er ist insgesamt sehr ausgeglichen. Herta aber auch: sie benimmt sich, wenn nicht grad Moses in ihr Reich dringt, wie eh und je.
4. Akt - Die Leiden der jungen Em
Emmas Leid rührt uns schon sehr und wir überlegten hin und her, wie wir ihr die Situation erleichtern können. Aber letztlich muss sie da einfach durch. Bohren, sägen, hämmern... Alles Dinge, die nicht mehr in ihren Zimmern durchgeführt wurden, stressten sie arg: irgendwie sah sie so aus als wusste sie "Ich bin in der Katzenhölle gelandet! Dies muss die Hölle sein, bestimmt! Ich wusste immer, es wird ein schreckliches Ende nehmen, aber ich hab doch eigentlich nichts getan..."
Vorgestern Abend, ohne irgendeinen besonderen Anlass, gab sie auf: plötzlich stand sie vor uns und erzählte, erzählte und erzählte. Als ob man ihr 14 Tage das Maul zugehalten hätte und sie nun endlich alles rauslassen konnte.  Und seitdem haben wir unsere "alte" Emma wieder. Jetzt benimmt sie sich wieder vollkommen normal. UFF! Mal sehen, wie das weitergeht. Einen neuen Kuschelplatz hat sie auch schon: der Bananenkorb im Wohnzimmer. Von da aus hat man einen guten Wohnungsüberblick. Wir wünschen unserer Maus, dass auch sie sich jetzt wirklich einlebt.
Epilog
Irgendwann wird es hier auch wieder einen geregelten Alltag geben. Und dann werden auch die Tiere alle in Gänze zur Ruhe kommen. Moses ist schon auf dem Weg zum nächsten Schritt. Vorgestern hat er zum ersten Mal einen sehnsüchtigen Blick über die Terassentür nach draußen gewagt und leise und höflich darauf aufmerksam gemacht, dass man da wohl auch hin könne? Gestern wagte er, während ich dort rauchte, einen ersten zaghaften Schritt in die große weite Welt. Herta kam jedoch gleichzeitig aus dem Garten und schickte ihn sofort zurück ins Haus ("MEIN Garten, klar?!"  ). Heute wollte er wieder und hat den ersten Schritt in den ersten Schnee seines Lebens gemacht ( *yikes* ist das kalt!  ). Das hat mich ganz schön gerührt. Und ich bin jetzt auch sehr zuversichtlich, dass die Tiere es schaffen können. Und wenn die das schaffen, schaffen wir das auch.
Und vielleicht komme ich dann auch mal wieder zum bloggen...
Herta
Der Beginn einer für mich persönlich rührenden und teilweise für Euch vielleicht auch lustigen Geschichte mit einem hoffentlich weit entfernten und fröhlichen Ende. Ich fasse hier den Bericht der letzten Tage zusammen...
Die Vorgeschichte
Viele meiner Leser wissen: meine Mutter hat die Grenze der Siebzig überschritten und sie ist gesundheitlich nicht die Fitteste (um es vorsichtig auszudrücken). Dies führt dazu, dass ich täglich im elterlichen Haushalt verweile, um diese und jene Dinge zu verrichten, die der Alltag eben so erfordern und die meine Mutter längst nicht mehr alleine zu tun im Stande ist.
Meine Mutter hat ihr Leben mit Tieren verbracht. Mein Vater, der schon sehr lange nicht mehr lebt, teilte diese Tierliebe nicht zwingend, aber als ich (endlich ) vier Jahre alt war, konnte sie sich unter dem Vorwand „das Kind muss ja mit Tieren groß werden“ (was sie im Übrigen niemals nicht zugeben würde! ) durchsetzen und es zogen peu a peu wieder Tiere in unser Haus. Sie kamen, wurden geliebt, lebten, starben. Wie das eben so ist.
Vor zwei Jahren schlossen wir den Meerschweinchenpalast im mütterlichen Garten. Meine Mutter schaffte den Weg nicht mehr (unser Garten ist sehr groß), um die tägliche Fütterung zu übernehmen. Außerdem starb Minkusch, ihre letzte kätzische Hausgenossin. Minkusch war, man kann es einfach nicht beschönigen, ein mürrisches, unsauberes, autonomiebedachtes Katzenviech, das nicht wirklich an einer Freundschaft mit meiner Mutter interessiert war. Man möge es ihr verzeihen - sie hatte kein schönes Leben, bevor sie bei ihr einzog. Mich mochte sie im Übrigen noch deutlich weniger.
Seit gut zwei Jahren ist meiner Mutter also nun unbeviecht. In guten Phasen äußerte sie immer wieder den Wunsch, ihr Leben wieder mit einem Tier zu verbringen. In schlechteren nahm sie davon Abstand. Wir machten uns Gedanken, beratschlagten uns mit Freunden, Nachbarn (die sich alle extrem hilfswillig zeigen :respekt:), Leuten aus dem Tierschutz, mit „unseren“ Tierärzten... Aber wir kamen zu keiner Lösung: Was ist, wenn meine Mutter ein Tier gar nicht mehr versorgen kann? Wenn - was hoffentlich noch in weiter Ferne liegt - sie stirbt? ICH kann nicht dafür garantieren, ein potentielles Tier zu übernehmen (bei uns zu Hause herrscht die Devise „das Boot ist voll“ außerdem sind meine eigenen Tiere da etwas eigen...). Und einen vorprogrammierten Fall fürs Tierheim? Nein, das muss wirklich nicht sein.
Vor fast drei Wochen - an einem Montagabend - stand meine Mutter noch unter dem Eindruck der sonntäglichen „Tiere suchen ein Zuhause-Sendung“ und seufzte den Wunsch, es wäre doch sooo schön, wieder ein Tier im Hause zu haben. Und plötzlich schoss mir eine Lösung durch den Kopf: ich bin im Verteiler diverser Tierschutzaktivisten und bekomme jede Woche irgendwelche Notfelle ins Haus gemailt. Eine dieser Mails kam zwei Wochen zuvor von der Freundin einer Freundin.
HERTA...
(Foto von Julia Niessen)
Eine bildhübsche, siebenjährige, menschenfreundliche kleine Prinzessin, die nach draußen möchte und gleichzeitig aber auch Einzelkatze sein darf. Sie mag Menschen lieber als andere Katzen, mit Hunden komme sie gut klar (glücklicherweise finden auch unsere Nachbarshunde Katzen in Ordnung...). Ein Scheidungskind. Ihre Besitzerin kann sie - aktuell - nicht mit in die neue Wohnung nehmen. Sie hat in 1,5 Jahren aber wieder die Möglichkeit, ein katzengerechtes zu Hause zu bieten. Die momentane Situation ist für Mensch und Tier schwierig (Herta ist unter anderem täglich bis zu 15 Stunden allein), werde sich aber ändern. Sollten sich jedoch Menschen finden, die Katz alles bieten könnten, was es braucht, könne es umziehen. Kein wirklicher Notfall also.
Ich setzte mich mit Hertas Noch-Besitzerin in Verbindung und wir fanden beide die Idee klasse, die einsame Herta mit meiner einsamen Mama in Verbindung zu bringen. :)
Noch am gleichen Abend fuhren meine Mutter und ich hin, um uns Herta anzusehen.
Hier fängt der Teil der Geschichte an, der mich wirklich rührt. Meine Mutter, verständlicherweise ganz aufgeregt, packte ein großes Fotobuch ein, das ich ihr zum Siebzigsten geschenkt hatte, welches den gesamten Garten, das Haus und seine Umgebung in allen Jahreszeiten abbildet, um Hertas Frauchen zu zeigen, wie schön Herta wohnen würde... *seufz* Herta war etwas verschreckt, als sie meine Mutter kennen lernte, aber auch ein wenig neugierig. Und meine Mutter krähte mit typisch großmütterlichem Unterton nach „Hertaaaaleiiiiin...“ (mein Mann und ich stellen uns darauf ein, dass dies der meistgehörte Ton der nächsten Wochen sein wird ). Hertas Besitzerin und ich schauten uns nur an und flüsterten uns leise zu, dass dies wohl insgesamt ein gutes Werk sei...
Leider bekam meine Mutter am Folgetag einen Kreislaufkollaps (der plötzlich heiße April war etwas zu viel) und die „Kommt Herta?“ Frage wurde vertagt. Die plötzlich einsetzende schwere Schwäche war für meine Mutter ein erschreckendes Warnsignal, sie bat sich noch etwas Bedenkzeit aus. Außerdem beschloss sie, dem auch noch einmal weiter ärztlich nachgehen zu lassen, denn, wenn Herta käme, müsse sie ja fit sein! Sie entwickelte diverse Ideen: wir müssten eine Schaufel basteln, die einen langen Stiel hat, mit dem sie das Katzenklo reinigen könne, ohne sich zu bücken (eine Art „Bollensammler“), sie träumte davon, eine schnurrende Herta in ihren Kniekehlen liegen zu haben... Aber auch manch Zweifel kam („Eigentlich hätte ich ja noch lieber einen Hund...“ NEIN!), „Kann ich Herta nicht ein Geschirr anlegen, mit dem ich mit ihr schon am Anfang in den Garten kann?“ (Nein, Mama, das Tier mit der Leine und dem Halsband war der Hund...“ ). Und so weiter.
Vorgestern fiel dann endlich der Pro-Herta-Beschluss. Also, genauer gesagt lief das in etwa so ab: Ich fragte leise nach, wie meine Mutter sich das denn nun vorstelle? „Natürlich kommt Herta zu uns!“ lautete die empörte Antwort. Ich rief also die Noch-Besitzerin an und wir einigten uns, dass Frau Katz am Freitag umziehen solle. Sie würde vorbei gebracht. Wir vereinbarten, einen Schutzvertrag abzuschließen und (das war schließlich eine der Grundideen): Herta kann jederzeit, sollte meine Mutter tatsächlich eines Tages nicht mehr in der Lage sein, Herta zu bekümmern, zu ihrer Ursprungsbesitzerin zurückkehren. Wir hoffen natürlich, dass dies nie nötig sein muss, aber es gibt mir und natürlich auch meiner Mutter die notwendige Sicherheit, die die Neuanschaffung eines Tieres von Nöten machte. Gleiches gilt für längere Krankenhausaufenthalte.
Der Bau von Herta-Castle
Es war klar, dass Herta ohne „Zubehör“ abgegeben würde. Wir hatten jedoch „nur“ noch zwei Katzenklos. Minkuschs alter Kratzbaum war an andere Katzenbesitzer abgegeben worden. Also ging ich shoppen!
Und ich geriet in einen wahren Kaufrausch. Auf einmal fand ich es nämlich hochgradig aufregend, dass ein neues Tier zu unserer Familie zählen sollte.
Als ich den hiesigen Fressnapf wieder verließ hatte ich einen Kratzbaum der Kategorie „Chat de Luxe“ (gefühlte 170kg schwer), Edelstahlnäpfe, Futter, Leckerchen, Katzenmilch, Katzenstreu und voll ökologisches Katzenspielzeug (ja, das gibt’s - sieht aus wie Sigikid-Spielzeug für Kleinkinder und wird von Herta bestimmt keines Blickes gewürdigt werden ) und Catnip-Spray (das Tier soll sich schließlich auf Anhieb wohl fühlen) im Wagen. Die Kassiererin war dann auch besonders freundlich zu mir und verabschiedete mich mit „Beehren Sie uns bald wieder!“ während ich beschloss, in diesem Monat einfach keine Kontoauszüge mehr zu ziehen... [1]
Irgendwie buchsierte ich den ganzen Krempel in mein Auto und ins mütterliche Heim und widmete mich mit vollem körperlichen Einsatz dem Aufbau der Katzenkratze (farblich passend zum Mobiliar!). Ganze 1,5 Stunden floss mein Schweiß und am Ende stand er da und ich dachte nur „Im Laden sah der aber kleiner aus...“ Ich rief meine Mutter, die vollkommen entsetzt das Kratzbaummonster anstarrte. DAS käme ihr SO nicht ins Wohnzimmer! Da müsse sie ja ein ganzes anderes Möbelteil entfernen. Nach einer dreifachen Umbauaktion, dem Verrücken einiger Möbelteile und vielen Zigaretten auf der Terrasse, während derer ich mir immer wieder vorflötete „Ich bin ein Gänseblümchen im Sonnenschein...“ war aus Cat Castle eher die Hütte des Torwächters geworden und fand Gnade in den mütterlichen Augen. „Schau, da steht er doch schön...“ Das andere Katzenzeugs kam an die weiteren wichtigen Stellen und ich schickte eine SMS an Hertas Noch-Frauchen: Alles ist fertig, sie kann kommen!
Heute Abend ist es so weit. Ich werde berichten. Und ich freue mich!
[1] Ja, Ihr dürft mich bekloppt nennen...
Herta ist da 
So, das süße Katzentier betrat heute gegen 18:15 Uhr einen neuen Pfad in seinem Leben. Sie weinte fürchterlich in ihrem Korb, kam ja aber mit ihrer alten "Mama" und deren tollen Hund. Wir öffneten vorsichtshalber den Korb im Bad, damit sie direkt das Katzenklo finden konnte und zogen uns zurück. Herta sollte selbst ihren Weg durch das Haus finden.
Kung Fu - das ist der hündische Begleiter - war zwar zunächst mehr an uns interessiert (naja, eigentlich suchte sie das ganze Haus nach Hundespielzeug ab ), trat Herta dann aber verstärkend an die Seite. Herta untersuchte - den Schwanz meist demütig ängstlich eingekniffen, ab und an dann aber auch schon keck in die Luft gestreckt, das neue Heim und brüllte in jedem Raum los: "Zu Hüüüülfeee! Was ist DAS denn hier? Wo bin ich???" Nur die Stimme ihrer - jetzt - Ex-Besitzerin und das immer wieder Auftauchen von Frau Fu halfen ihr, immer wieder die Fassung zurück zu gewinnen. An Bestechungsversuche war nicht zu denken: das arme Katz war viel zu aufgeregt (Frau Fu nahm sie hingegen gern).
Ich war hibbelig und meine Mutter? Die Coolness in Person... Tse...
Nach einer guten Stunde verkroch Herta sich dann hinter die Couch und ward von minutan nicht mehr gesehen. Auch Frau Fu fand sie nicht mehr. Sie guckte sich verwirrt nach Herta um, es half auch nichts, dass wir ihr sagten, sie sei schließlich der Hund und demnach viel findungsfreudiger als wir...
Der Abschied fiel dann zwischen den Menschen herzlich aus. Ich glaube, es war auch gar nicht schlecht, dass Mensch und Tier sich nicht verabschieden konnten. Jedenfalls gab es mehr Erleichterung denn Tränen.
Wir ließen Herta erst einmal Herta sein. Nach einer Weile konnte ich dann aber doch nicht an mich halten und sah hinter die Couch. Herta war etwas reserviert, aber keinesfalls panisch. Was könnte ihr wohl helfen? Natürlich: Malzpaste! Die Tube erkannte sie sofort und gierte danach. Stückchen für Stückchen traute sie sich aus ihrem Versteck. Nur, um sich dann auch wieder zurück zu ziehen. Das Spielchen wiederholten wir - unterbrochen durch mehrere lange Pausen - und nachher reichte eine leise Ansprache und sie kam an und wollte schmusen. Sie fing sogar an, mich freundlich anzubrrrrrren.
Irgendwann traute sich sich noch einmal, das Haus zu erkunden. Sie sprang sogar einmal kurz zu meiner Mutter auf die Couch und ließ sich streicheln. Jedes fremde Geräusch machte ihr jedoch wieder Angst und sie verkroch sich wieder. 
Ich finde, für einen so aufregenden Tag hat sie seeehr viel erreicht!
Meine Mutter schmiss mich dann eben aus dem Haus. "Nun sei genug G'schiss ums Tier gemacht!" Pöh! Also...
Ich denke, die Beiden werden sich ganz bald gut zusammenraufen. 
Fotos habe ich keine gemacht, sorry Nici, aber das war heute Abend nicht drin. Mache ich aber bestimmt noch.
Herta ist eine super freundliche und wirklich unkomplizierte Katze. Ich gaube an einen echten Glückskeks.
Hertas erste Tage 
Nun wohnt Herta erst vier Tage bei meiner Mutter und ich muss zugeben, dass ich nie ein erwachsenes Katzentier sah, das sich derart schnell einfügte. Das Tempo, welches sie bei ihrer Eingewöhnung vorlegt (wenn man davon überhaupt sprechen kann, ist mehr wie "veni, vidi, victi...") ist mir etwas unheimlich.
Da ich am Samstag von höllischen Kopfschmerzen heimgesucht wurde, die jeden Aktionismus im Keim erstickten, konnte ich nicht zu meiner Mutter fahren. Wir telefonierten gen Mittag kurz und der Herta-Bericht fiel knapp aus: Ist alles ok... Ok? Ok...
Am Abend führten wir noch ein kurzes Gespräch in dem mir berichtet wurde, Herta habe den gesamten Nachmittag in ihren Kniekehlen geschlafen. Ich war neugierig ob des emotionalen Zustandes, in den meine Mutter sich denn nun versetzt fühle, was mit einem knappen und in sachlichem Ton formulierten "Ja, was denn? Ich lieb sie und sie liebt mich!" beantwortet wurde. Oh. Das ging ja schnell. 
Ich war dennoch irritiert, da meine Mutter eigentlich ein ebenso emotionaler und überschwenglicher Typ ist, wie ich es bin.
Gestern Abend hatte ich mich so weit berappelt, dass wir denn doch noch zu meiner Mutter fahren konnte (war ja schließlich Muttertag). Mein Mann und ich betraten das mütterliche Heim und ein kleines schwarzes Etwas kam zur Begrüßung um die Ecke. Guck an... Hallo Herta! Mich erkannte sie sofort ("Ah, Dich kenne ich, Du warst doch die mit der Malzpaste...") meinen Liebsten beäugte sie eher misstrauisch denn ängstlich. Jener ließ einen tiefen Seufzer aus seiner Kehle erklingen, der, wie ich nach etlichen Jahren des Zusammenlebens weiß, zweierlei bedeutet: "Ach Du Sch****, NOCH ein Tier..." ebenso wie "Ach Du Sch****, ist die SÜß!" Nachdem wir eine Weile im Garten saßen verschwand er und als ich leise um die Ecke linste, sah ich, wie er Herta auf dem Arm das Katz beschmuste. Noch ne Nuss geknackt...
Meine Mutter war allerdings etwas beleidigt, nicht noch zusätzlich etwas zum Muttertag zu bekommen. Der Argumentationskette Herta -> Fressnapf -> Monatsgehalt gegenüber war sie wenig zugänglich... 
Memo an Fidelma: Katze ersetzt keine Blumen an Muttertag.
Nach Abschluss des ersten Tagwerks für heute machte ich meinen Mutterbesuch: ich kam, meine Mutter lag, wie jeden Nachmittag üblich (da ist ihr Pulver einfach schon verschossen), auf der Couch und ich fragte, wo Herta sei? "Miee" krähte es unter der Decke und ein kleiner schwarzer Katzenkopf wuselte sich nach oben und blinzelte mich verschlafen an. Ich grinste und das Gesicht meiner Mutter leuchtete... Eeeendlich! Ich glaube, sie traute sich bisher einfach nicht zu glauben, dass sie wirklich ihr Herz an diese Katze hängen dürfe. "Sie macht es mir soooo leicht!" sagte sie und von da an hieß es nur noch "Herta hier, Herta da..." Ich freute mich sehr.
Es wirkt wirklich so, als ob Herta nie woanders gelebt habe: sie spielt, sie schmust, sie frisst, sie nutzt die Kratze, sie sucht permanent den Kontakt zu meiner Mutter, sie spricht (viel!), sie nutzt ihr Klo... Und überhaupt gehört das ganze Haus (selbstverständlich!) Herta. Nur dass sie noch nicht raus darf, DAS findet sie richtig doof (sie läuft von einem Fenster zum anderen und nölt dabei rum). Aber das braucht eben noch sechs Wochen.
Herta füllt durch ihr Sein und auch durch ihre Art genau die Lücke, sie schon lange - viel zu lange - offen stand. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass sie zu uns kommen durfte. 
Habt noch einen schönen Abend!
Fidelma
Dieser Kater...
Hallo Ihrs,
heute möchte ich Euch etwas von Moses erzählen.
Moses ist mein Kater, der im Sommer 2001 von einer lieben Bekannten zusammen mit drei Geschwistern in der Müllpresse des (damals) örtlichen Walmarts gefunden wurde (echt wahr ). Er war damals so knapp drei Wochen alt.
Ich habe Moses teilweise noch mit der Flasche groß gezogen und er hängt an mir wie eine Klette (ich selbst, das muss ich der Schilderung vorweg nehmen, hänge auch wie Bolle an ihm - er ist halt mein Herzenstier...).
Leider muss man es deutlich sagen: Moses ist strunzdumm... Dem guckt die Blödheit echt aus den Augen. Während seine Partnerin Emma (gleiches Alter, damals sehr scheu als Katzengesellschaft aus dem TH zu uns genommen - sie lieben sich!) über ein katzenperspektivisch ausgesprochen hohes Maß an Intelligenz verfügt (was ihn leider immer noch langsamer wirken lässt...). Emma hat sich meinen Liebsten als ihren Herzensmenschen ausgesucht. So herrscht hier wenigstens diesbezüglich eine gewisse Ausgewogenheit.
Moses Leben besteht aus vier für ihn einzig relevanten Konstanten: Birte, Fressen, Schlafen und Angst vorm Staubsauger... Die Gewichtung hängt von seinem jeweiligen Gemütszustand und der ensprechenden Verfügbarkeit ab.
Für Fressen bin ich zuständig. Und das setzt Moses auch massiv durch. Besonders dann, wenn ich noch zu schlafen gedenke...
Moses hat sich verschiedene Strategien ausgedacht, um seinem Anliegen "Gehör" zu verschaffen.
Variante A) Man räume den Nachttisch ab...
Folgt keine Reaktion meinerseits greift er zu Plan B:
Ausräumen des nahestehenden Billy-Regals. Buch für Buch...
So etwas hielt ich immer für nervig aber ignorierenswert.
Irgendwann trat Plan C in Kraft: ich hörte ein zuerst leises, dann immer lauter werdendes "Krzzzz, krzzzz!"
Mit einem halb geöffneten Auge musste ich beobachten, dass das Katertier, mit einer Kralle (!) über die Seiten der nun auf dem Boden liegenden, aufgeschlagenen Bücher kratzte. DAS erforderte natürlich ein Eingreifen. Das Tier hatte gewonnen: an dieser Stelle musste ich reagieren!
Im verzweifelten Versuch, dem Einhalt zu gebieten, wurden alle wertvollen Bücher außerhalb der Katerreichweite deponiert. Soll er mit dem "kleinen Stowasser" doch anstellen, was er will.
Also durchdachte (laaaangsam) Moses seine Pläne und entwarf einen neuen, der sich nun folgendermaßen äußerte: er kletterte (springen ist für seine Körperfülle zu viel gesagt) auf den für ihn am höchsten zu erreichenden Punkt und sprang mir dann "rumms" (sechs Kilo!) voll auf den Bauch!
Hier half nur noch Notwehr: ich stellte (Sonntags in der früh) einfach den Staubsauger vors Bett. Wir hatten für STUNDEN Ruhe...
Ich weiß, das ist echt nicht nett, aber wie heißt es so schön: der Zweck heiligt die Mittel.
Dazu muss ich sagen, dass Moses diese Randale auch bei noch vollen Näpfen veranstaltet. Das ist für ihn einfach eine Frage des Prinzips.
In der vergangenen Woche hat er sich dann etwas Neues ausgedacht, das ich so süß fand, dass ich letztlich reagierte:
Phase A verlief nach altem Muster "Regal ausräumen" - keine Reaktion.
Phase B leutete etwas Neues ein: Herr Kater setzte sich neben meinen Kopf und schnurrte sich die Seele aus dem Leib. Direkt neben meinem Ohr. Zur Verstärkung hatte er sich Emma (ebenfalls schnurrend, was sie sehr selten tut) geholt. Das wirkte zugegebenermaßen auf mich eher einschläfernd...
In Pase C fing er an, mit meinem Kopf zu köpfeln. *hach*
Aufstehen wollte ich aber immer noch nicht.
In Phase D überraschte er mich dann aber wirklich: er fing an, mit seinen Vorderpfoten, ohne Krallen, sanft, aber nachdrücklich (!) auf meinem Kopf herum zu trommeln!
"STEH ENDLICH AUF!"
Das war so neu und so nett, dass ich mich lachend aus dem Bett schwang (um sechs, bis sieben hätte ich selig schlummern dürfen).
An dem Morgen hatte er sogar zu Recht Hunger: der Napf war leer...
Dieses Katertier... Ich hoffe er bleibt uns noch seeehr lange erhalten und frage mich, welche Kommuninkationswege er sich demnächst (immer mit der Ruhe...) einfallen lassen mag.
Liebe Grüße und Euch ein schönes Wochenende,
Birte
Dieb!
Es ist bekanntlich ja schwierig, Katzen Medikamente einzuflößen (guckstu hier). Hier ist das auch nicht wesentlich anders, abgesehen davon, dass wir für zumindest eine Katze nach mittlerweile zwanzig Tagen (!) Antibiotikagabe eine prima Möglichkeit gefunden haben. Sie heißt: dm-dein-bestes-knabberstangen-pastete! Die Tablette wird also geviertelt und jedes Teilchen sorgsam in eine in ein Teilchen der Knabberstange gefriemelte Tasche gesteckt. Anschließend wird alles wieder sorgfältig zugedrückt und dem verfressensten aller Katertiere kredenzt (soll heißen: er fuchtelt schon während der gesamten fummeligen Prozedur dazwischen). Heute morgen langte das dem Viech aber nicht. Wir waren längst mit dem Gourmet-Medikament fertig, da schnappt sich Herr Kater doch tatsächlich die Tablettenpackung und flitzt ab damit duch die Mitte. Tablettendieb, der! Sachen gips...
Heute abend wollte ich dann seinen Urin checken, ob - hoffentlich - endlich kein Blut mehr drin ist. Der Kater setzt sich wohlfein aufs Örtchen, ich halte in froher Erwartung den Urinauffanglöffel unter sein Hinterteil und es kommt - zunächst - gar nix... Das Tier drückt und vor Angst, der Harnleiter sei doch wieder verstopft, bleibt mir der Atem weg. Etwa zwei Sekunden später muss ich dann notgedrungen den Atem anhalten: da kackt der Kerl mir doch tatsächlich auf den Löffel... Urgs... Die Urinprobe habe ich dann auf morgen verschoben!
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