Fidelma lernt jetzt REITEN - Lesson 2 - back to the roots
Hiho!
Am Montag habe ich - dem Größenwahn verfallen - mir gleich zwei Longentermine für diese Woche geben lassen. Ich habe zwei Tage frei, die will ich nutzen. Daumen hoch! Die machen auch kurzfristig viel möglich...
Als ich am Telefon ankündigte, dass ich, ob der beobachteten Sitzproblematik gerne Sitzlongen haben möchte hörte ich es durchs Telefon deutlich grinsen. Kommentar: "Also sooo schlecht war das nun auch wieder nicht..."
Aber grundsätzlich fand mein telefonisches Gegenüber (Schwiegersohn) die Idee ziemlich große Klasse. Sie selbst würden sich auch immer mal wieder an der Longe korrigieren lassen. Der Wunsch sei leider nur so selten geäußert.
Heute morgen bin ich dann - diesmal waren die Nerven nicht so blank, ich musste also nicht vorher shoppen gehen
- losgedüst.
Angekommen teilte man mir wieder den liebschluffigfaulen Braunen zu. Heute erfuhr ich dann auch etwas übers Tier (das mir ob seiner wirklich netten Art schon ein wenig ans Herz gewachsen ist): 21 Jahre alt sei er und habe schon etliche Menschen das Reiten gelehrt.
Da ich um seine Ruhe wusste, hatte ich auch Null Probleme, mich einfach so auf ihn zu setzen, und gelassen "freihändig" in allen Gangarten zu reiten. Unterrichtet wurde ich heute von einer dort angestellten Pferdewirtin, die ihre Sache gut machte.
Nach ein paar Runden fragte sie mich mit großen Augen, welche Sitzprobleme ich denn meinte zu haben und ob und was ich an Turnieren geritten sei?
? Biddu blind?
Wir arbeiteten dann konsequent an einer meiner größten Baustellen: meinen Beinen. Und ich zwang mich zur Losgelassenheit im Becken (welch Oxymoron!). Am Ende der halben Stunde lagen die Beine dann wohl auch da, wo sie hin sollen und ich konnte relativ problemlos (also: relativ!) weich einsitzen und auch der klopfende Schenkel wurde relativ (!) ruhig . Halbwegs zumindest. Schön war auch zu sehen, dass ich es fast die ganze halbe Stunde geschafft habe, gerade zu sitzen.
Am Ende wurde ich von der Stallscheftochter, die derweil ziemlich fein um mich herum dressurritt, gefragt, wie zufrieden ich denn sei? Nun ja, ich meine, ok, bedenke man meine Baustellen... Sie erwiderte: "Och, nö! Da konnte man schon ganz gut zuschauen..." (und das klang seeehr anerkennend).
Ich war gaaaanz stolz!
Die nette junge Reitlehrerin fragte mich immer wieder nach Pausen (ich denke, mein hochroter Kopf sprach dafür), aber ich fühlte mich die ganze Zeit eigentlich ganz fit. Ich werde morgen sagen, dass sie mich ruhig etwas mehr fordern soll (wenn das mal kein Eigentor wird...
). Bisschen mehr turnen wäre für den Rücken bestimmt gut.
Fazit des Reittages: Sitzen klappt - aber nur, wenn ich dabei nicht "reiten" soll.
Aber: ohne Sitzen kein Reiten! Bleiben wir also bei den Basics.
Es dankt für Euer Auge
Fidelma (heute sehr zufrieden
)